Interaktives Haus
Wände
An die eigenen vier Wände werden hohe Anforderungen gestellt: Stabil sollen sie sein, vor der Witterung schützen, den Lärm draußen halten, für ein angenehmes Raumklima sorgen und außerdem noch ansprechend aussehen. All das erfüllen Wandelemente aus Beton in vorgefertigter Massivbauweise.
Wände aus Beton erreichen nicht nur beste Dämmwerte, sondern lassen neben Kälte und Nässe auch den Schall draußen. Zudem tragen Massivwände problemlos schwere Wandschränke. So können Küchenmöbel, Hängeschränke oder belastbare Garderoben in der Massivwand ohne Spezialdübel aufgehängt werden.
Einschalige Außenwand
Eine einschalige Wand besteht aus nur einer Mauer, die „Schale“ genannt wird. Für diese Form des Wandaufbaus empfiehlt sich Leichtbeton als Baustoff. Mit Leichtbeton-Steinen wird ein Wärmeschutz erreicht, für den bei anderen Konstruktionen zusätzlich noch dicke Dämmschichten erforderlich wären. Das Geheimnis des Erfolges ist Luft. Die ist nämlich eine hervorragende Wärmeschranke. Leichtbeton-Steine enthalten deshalb Naturbims, poröse Tonkugeln oder Blähschiefer. Wenn man Leichtbeton-Mauerwerk noch mit einer zusätzlichen Dämmschicht versieht, lassen sich je nach Dicke der Dämmschicht k-Werte von bis zu 0,2 erreichen.
Leichtbetonsteine haben außerdem ein geringes Gewicht und eine exzellente Tragfähigkeit: Auf ihrer rauen Oberfläche haftet Putz besonders gut. Leichtbeton wird auch in Form von Fertigwänden angeboten. Die großformatigen, fertig angelieferten Bauteile lassen Ihre vier Wände im Handumdrehen wachsen.
Zweischalige Außenwand
Bei hohen Ansprüchen an Wärme- oder Lärmschutz bietet sich eine zweischalige Konstruktion der Außenwand an. Solche Wände aus Normalbeton mit Kerndämmung bestehen aus einer tragenden Innenschale, einer energiesparenden Dämmschicht und der Außenschale für die Verkleidung. Die Innenwand wird aus Betonsteinen gemauert oder aus Betonfertigteilen montiert. Für die Dämmung wird in der Regel Mineralwolle oder Hartschaum eingesetzt. Bei Betonfertigteilen wird diese Isolierung oft schon im Werk aufgebracht.
Die Außenschale ist die Fassade des Hauses und zugleich seine schützende Haut. Sie wird aus Klinkern, Kalksand- oder Natursteinen gemauert und bietet daher viele Gestaltungsmöglichkeiten.
Wärmedämmung
Zwei Faktoren bestimmen die Dämmwirkung von Wänden:
- Der Stoff, aus dem die Wände bestehen: Je leichter der Baustoff, desto besser ist die Wärmedämmung. Der Fachmann spricht hier von Rohdichte. Je geringer die Rohdichte eines Baustoffs, desto größer die Energieeinsparung.
- Die Wanddicke: Dicke Wände lassen weniger Wärme durch als dünne Wände aus dem gleichen Material. Aber auch dünne Wände können gute Wärmedämmer sein, wenn sie aus dem richtigen Baustoff sind. Das zeigt diese Tabelle.
Betondachsteine
Das "Dach über dem Kopf" ist seit jeher Symbol und Ausdruck für Schutz, Sicherheit und Geborgenheit. Und es hat Niederschlägen, Temperaturen und Windkräften zu trotzen. Dächer aus Beton-Dachsteinen erfüllen diese Anforderungen auf Dauer. Ob Sattel-, Pult- oder Walmdach, Beton-Dachsteine passen auf jedes geneigte Dach. Und es spielt keine Rolle, ob Sie ein Betondach oder einen Holzdachstuhl haben.
Beton-Dachsteine bestehen aus natürlichen und umweltfreundlichen Grundstoffen und werden in vielfältigen Formen, Profilen und Farben und in gleichbleibend hoher Qualität angeboten. Bauherren und Architekten können die Dacheindeckung dadurch leicht an die verschiedenen Dachformen sowie an die Umgebung und Landschaft anpassen.
Und die Ökobilanz von Beton-Dachsteinen kann sich sehen lassen: Zu feinem Sand aufgemahlen, können alte Dachsteine zu hundert Prozent wiederverwertet werden. Dieses Recycling spart Rohstoffe und Energie und ist somit ein wertvoller Beitrag zur Entlastung unserer Umwelt.
Decken
Die Decken gehören zu den wichtigsten Bauteilen Ihres Eigenheims. Denn sie müssen
- standsicher sein, das heißt ihre Lasten auf die unterstützenden Bauteile übertragen,
- einen ausreichenden Schall-, Brand- und Wärmeschutz bieten und
- ästhetischen Ansprüchen genügen.
Beton ist der ideale Baustoff, mit dem sich diese Anforderungen wirtschaftlich erfüllen lassen. Betondecken können aus Fertigteilen hergestellt werden. Für das Eigenheim bieten sich vor allem Betondecken aus Fertigteilen an, die eine hohe Qualität bei geringen Kosten garantieren.
Balkendecken
Bei Balkendecken ohne Zwischenbauteile werden Stahlbeton- oder Spannbetonbalken dicht an dicht verlegt.
Rippendecken
Rippendecken mit statisch nicht mitwirkenden Zwischenbauteilen bestehen aus den gleichen Bauteilen wie Balkendecken. Die Kombination mit Ortbeton lässt größere Stützweiten zu. Wegen des durch den größeren Ortbetonanteil höheren Gewichts werden bei gleicher Dicke bessere Schallschutzwerte erreicht.
Elementdecken
Diese auch als Elementplatten oder Großflächenplatten bezeichneten Fertigteile bestehen aus einer 4 bis 5 cm dicken Betonplatte, die sowohl die statisch erforderliche Bewehrung als auch die Gitterträger zur Vergrößerung der Montagesteifigkeit enthält. Elementdecken werden auf der Baustelle nach Verlegeplan versetzt. Nach dem Verlegen der oberen Bewehrung wird die Decke auf der Baustelle zu einer monolithischen Scheibe aufbetoniert. Die Größe der einzelnen Elemente hängt von der Tragfähigkeit des Baustellenkrans und der Transportmöglichkeit ab. Die Untersicht der Decken bildet schalungsglatter Sichtbeton. Auf die Unterseite kann auch direkt gestrichen oder tapeziert werden.
Vollplatten
Im Wohnungsbau werden meist Vollplatten aus Leichtbeton oder Porenbeton verwendet. Die gefügedichte Leichtbeton-Ausführung enthält Zuschläge aus Bims, Blähton oder Blähschiefer. Gegenüber den überwiegend im Industriebau eingesetzten Vollplatten aus Normalbeton zeichnen sie sich bei annähernd gleicher Tragfähigkeit durch geringeres Gewicht und besseres Wärmedämmverhalten aus. Die glatte Unterseite muss nicht verputzt werden. Die Decke ist sofort nach dem Schließen der Fugen streich- und tapezierbar.
Vollplatten aus Leichtbeton mit haufwerksporigem Gefüge haben ein geringes Gewicht und eine hohe Wärmedämmung. Wegen des Leichtzuschlages ist die Deckenuntersicht in der Regel rau. Ein »porenfüllender Verstrich« glättet die Unterseite die sich dann streichen oder tapezieren lässt. Vollplatten aus Porenbeton zeichnen sich durch geringes Gewicht und geringe Wärmeleitzahlen aus. Zusätzliche Wärmedämmschichten können entfallen. Nach der Montage auf der Baustelle werden die Elementfugen vergossen und die erforderlichen Ringanker mit Formsteinen, ebenfalls aus Porenbeton, wärmegedämmt ausgeführt. Mit diesen Elementen kann der hölzerne Dachstuhl eines Steildaches ersetzt werden. Das so gebaute Dachgeschoss bietet alle Vorteile einer massiven Bauweise aus Leichtbeton, nämlich hohen Wärme- und Schallschutz sowie hohe Feuerbeständigkeit.
Hohlplatten
Spannbeton-Hohlplatten oder auch Stahlbetondielen sind Deckenplatten mit innenliegenden Hohlräumen. Je nach Fertigungsverfahren besitzen diese Hohlräume unterschiedlichen Querschnitt, meistens rechteckig, rund oder oval. Durch die Hohlräume wird das Gewicht der Deckenplatten reduziert. Spannbeton-Hohlplatten haben ein geringes Eigengewicht und kleine Konstruktionshöhen bei großen Spannweiten. Die schalungsglatte Plattenunterseite ist ein weiterer Vorteil.
Hohlplatten aus Leichtbeton mit haufwerksporigem Gefüge zeichnen sich durch gute Wärmedämmeigenschaften aus. Ihre Untersichten sind rau und können entsprechend verputzt werden.
Die Untersichten der Hohlplatten aus Normalbeton und Spannbeton-Hohlplatten sind glatt und unmittelbar streich-, spachtel- und tapezierbar. Alternativ können sie auch mit abgehängten Decken versehen werden.
Dächer
Für viele Bauherren ist das Dachgeschoss neben dem Keller die ideale Reserve, um bei Bedarf die Wohnfläche zu vergrößern.
Wenn man Wohnräume unter dem Dach einrichten will, sind Massivdächer eine interessante Alternative zu Dachstühlen aus Holz. Denn ein Massivdach aus Beton ist wie eine Klimaanlage: Im Sommer hält es die Hitze der Sonne ab, und im Winter speichert es die Wärme. Massive Betondächer werden mit Beton-Dachsteinen eingedeckt, die besonders widerstandsfähig gegen Wind und Wetter sind.
Massivdach
Ein Massivdach aus Beton übernimmt die Funktion einer Klimaanlage: Im Sommer hält es die Hitze der Sonne ab, und im Winter speichert es die Wärme. Das Ergebnis ist ein stets gleichbleibendes, angenehmes Wohnklima.
Massive Betondächer haben keinen Dachstuhl aus Holz. Statt dessen werden sie aus großen Beton-Dachplatten montiert, die dann mit einer Dämmung versehen und mit Dachsteinen eingedeckt werden. Massive Dächer gibt es aus Porenbeton, Normal- und Leichtbeton. Äußerlich unterscheiden sich Massivdächer nicht von herkömmlichen Dächern. Aber sie sind eine interessante Alternative, wenn man Wohnräume unter dem Dach einrichten will.
Starke Argumente für das Massivdach:
- Brandsicherheit
- Schallschutz
- Angenehmes Wohnen im Sommer
- Winterlicher Wärmeschutz
- Sturmsicherheit
Kellerlichtschächte
Stabilität und Festigkeit machen sich schon beim Einbau und der
Hinterfüllung bezahlt.
Betonlichtschächte sind schon beim Transport und Einbau hart im Nehmen.
Sie sind druckfest und unempfindlich gegen unterschiedliche und
scharfkantige Verfüllmaterialien und verformen sich nicht. Eine hohe
Verdichtung des Hinterfüllmaterials gemäß DIN 18300 bzw. VOB Teil C ist
beim Einsatz von Beton-Lichtschächten problemlos möglich. Und die
Montage selbst erfolgt schnell, rationell und einfach. Zeitraubende
Schalarbeiten entfallen und die Oberflächen in Sichtbetonqualität können
ganz nach Wunsch farbig gestrichen oder gefliest werden. Beispielsweise
lässt sich mit einem weißen Anstrich der Lichteinfall zusätzlich
verbessern.
Nicht umsonst von Baufachleuten bevorzugt: Die große Stabilität der
Betonlichtschächte bringt Sicherheit für Planer, Bauherren und
Bauunternehmer. Ein Lichtschacht muss den rauen Baustellenbedingungen
gewachsen sein und wird besonders beim Hinterfüllen durch das dichte
Heranfahren des Baggers, das schlagartige Verfüllen und den Einsatz von
Verdichtungsgeräten extremen Belastungen ausgesetzt. Hier kommen die
Vorteile der massiven Betonbauweise besonders zum Tragen.
Garage
Das Auto ist vor Diebstahl,
Beschädigung und Witterungseinflüssen am besten in einer Garage
geschützt. Dank der industriellen Vorfertigung ist die moderne,
schlüsselfertige Garage aus Beton deutlich preisgünstiger als eine
Garage in herkömmlicher Bauweise. Schnell und problemlos ist sie
aufgestellt, und alles Erforderliche ist bei Lieferung bereits
eingebaut.
Die Hersteller der Fertiggaragen
haben für alle individuellen Wünsche ein offenes Ohr: Fenster, Türen in
verschiedenen Ausführungen und Größen, Rolltore, Holztore,
Stahlschwingtore, unterschiedlichste Farbkombinationen bekommt man so,
wie es zum Haus passt. Auf Wunsch gibt es auch individuelle
Innenraumsysteme zur Aufbewahrung von Zubehör und Geräten.
Für die Montage einer Fertiggarage
werden feste Betonfundamente vorbereitet. Mit einem Kranwagen wird die
Fertiggarage auf diese vorbereiteten Fundamente passgenau aufgesetzt.
Und für die Dachgestaltung gibt es viele Varianten: Flachdächer, die mit
Pflanzen begrünt werden können oder Steildächer mit Beton-Dachsteinen.
Außenanlagen
Terrassen, Treppen, Zierbrunnen, Hangbefestigungen, Pflanzentröge, Gartenwege, Einfassung der Beete oder Teichanlagen: Beton ist Befestigung und Gestaltungselement zugleich. Beton bietet vielfältige Gestaltungsmöglichkeiten. Und Beton ist pflegeleicht. Nahezu alle Bauteile, die man für den Garten braucht, gibt es aus Beton.
Betonplatten eignen sich besonders für Terrassen, Wege und Plätze, die nicht befahren werden sollen. Für Einfahrten und Stellplätze nimmt man am besten kleinteilige Betonpflastersteine. Rasengittersteine aus Beton oder Pflastersteine mit Rasenfugen sind besonders umweltfreundlich. Sie lassen das Regenwasser an Ort und Stelle versickern und wirken der zunehmenden Flächenversiegelung entgegen. Aber auch Gartenmauern oder Böschungen mit bepflanzbaren Wandelementen aus Betonfertigteilen verschönern jeden Garten. Der Phantasie sind keine Grenzen gesetzt!
Schornsteine
Ein Abgassystem besteht aus dem Schornstein, auch Kamin genannt, und einer Abgasleitung. Beide Elemente werden überwiegend aus Keramik, mineralischem Dämmstoff und Leichtbeton hergestellt, da diese Materialien eine hohe Resistenz gegen chemisch aggressive Abgasbestandteile haben. Vormontierte Geschoss hohe Schonsteinelemente sparen Zeit und Kosten. Außerdem werden eventuelle Montagefehler vor Ort vermieden.
Bei extrem niedrigen Abgastemperaturen wird keine ausreichende Zugstärke aufgebaut und es entsteht ein Überdruck. Dies gilt besonders für die zunehmend eingesetzte Brennwerttechnik, was erhöhte Anforderungen an die Dichtheit der Abgasanlage zur Folge hat, so dass man von einer Abgasleitung spricht. Um den Überdruck ganz oder teilweise abzubauen, verwendet man zunehmend Abgasleitungen mit größerem Querschnitt.
Kleinkläranlagen
Kleinkläranlagen aus Beton zur dezentralen Abwasserbehandlung erreichen heute sehr gute Reinigungsleistungen. Sie haben einen Schmutzwasserzufluss bis zu 8 m3/d. Das entspricht etwa dem täglich anfallenden Schmutzwasser von rund 50 Einwohnern. Sie können mit oder ohne Abwasserbelüftung errichtet werden und eignen sich auch für kleine, individuelle Neubaugebiete, Freizeitparks, Sanatorien, Camping- oder Hotelanlagen, Ferienhäuser oder Autobahnraststätten. Für den au von Kleinkläranlagen haben sich Betonfertigteile aufgrund ihrer hohen Qualität bestens bewährt: Festigkeit, Widerstandsfähigkeit gegenüber Chemikalien und wasserundurchlässigkeit sind nur einige der zahlreichen Vorteile.
Die moderne Modulbauweise macht es möglich, Kläranlagen mit leichtem Hebegerät optimal zu platzieren. Daher eignen sich Betonfertigteile vor
allem für unzugängliche Stellen. Gegenüber anderen Materialien haben Kläranlagen aus Betonfertigteilen klare Vorteile:
- Sie sind standsicher, können hohe Verkehrslasten aufnehmen und verfügen über Auftriebssicherheit bei der Schlammräumung.
- Darüber hinaus werden sie im Laufe der Zeit nicht spröde und sind resistent gegen Lösemittel.
Letztlich leisten Kläranlagen aus Betonfertigteilen einen aktiven Beitrag zur Flächenentsiegelung, da das gereinigte Abwasser in den Untergrund versickern kann.
Formen der Kleinkläranlagen ohne Abwasserbelüftung, so genannte anaerobe Anlagen, sind Ausfaul- oder Absetzgruben. Hier wird das verunreinigte Wasser ohne Sauerstoffzufuhr biologisch abgebaut, bzw. setzen sich schwere Stoffe und Sedimente auf dem Boden ab. Für Kleinkläranlagen mit Abwasserbelüftung, so genannte aerobe Systeme, werden Belebungsanlagen, Tropf- und Tauchkörper eingesetzt.
Information
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